Bhutan

Eines jener Länder die mich tief beeindruckt haben.

Der Artikel Eins in der von König ausgegeben Verfassung sieht das Glück der Bevölkerung als oberstes Ziel und das kann man auch merken. Klein als Land groß in Kultur und Bewahrung der selben. Wir haben im selben Restaurant, nur getrennt durch einen Paravent, mit einem Teil der königlichen Familie den Silvesterabend verbracht. Der allerdings dort keine besondere Bedeutung hat und sind zwei Tage später neben dem obersten Repräsentanten des örtlichen Buddhismus im Flugzeug nach Bangkok geflogen. Keine Überheblichkeit oder Security, das ist in diesem Land nicht bekannt und notwendig.

China

Mein erster Besuch in China 1998 hat mich tief beeindruckt. Zu den Zeiten waren die Fahrräder noch das dominante Verkehrsmittel in China und vor allem in Peking.

Peking selbst war schon beeindruckend sowie auch die chinesische Mauer, die Ming Gräber, der Himmelstempel, der Sommerpalast mit Marmorschiff, die Ausgrabungen in Xiang von wo ich mir eine Replik eines Pferdes in Originalgröße bestellt und auch geliefert bekommen habe. Es steht nun in meinem Garten und erfreut sich des „Lebens“. Sehr beeindruckend auch Chongqing denn das administrative Stadtgebiet Chongqings erstreckt sich 470 Kilometer in Ost-Westrichtung und 450 Kilometer in Nord-Südrichtung. Es hat eine Fläche von 82.402,95 Quadratkilometern, das entspricht in etwa der Bodenfläche von Österreich. Ein Besuch in Dazu bei den alten Stätten des Buddhismus und wieder zurück.  Von Chongqing starteten wir die Flussfahrt über den Jangtsekiang. Damals war der Staudamm noch im Bau und daher die Schiffsreise wie in alten Zeiten, mit den 3 Schluchten. Der Staudamm, ein gewaltiges Bauwerk. Unterwegs gab es diverse kulturelle Zwischenstopps. Von Wuhan nach Nanjing mit der berühmten Brücke über den Yanzi.  Weiter nach Wuxi und von dort auf dem Kaiserkanal (übrigens der längste der Welt) über Suzhou (ein nettes echt altchinesisches Städtchen) nach Shanghai. Am Bund mit Blick auf Pudong gab es damals noch im Peace Hotel die Old Jazz Band, weltberühmt und einfach wunderbar.

Das chinesische Essen, je nach Provinz verschieden, ist einfach wunderbar. Alles was serviert wird ist frisch und schmeckt einfach gut. Kein Vergleich zum „europäischen Chinesen“. Ich bin im Laufe der Jahre noch mehrmals in China und in verschiedenen Provinzen gewesen und war jedes Mal echt begeistert. Leider ist einer meiner Wünsche bis heute nicht in Erfüllung gegangen, nämlich eine Fahrt über die Seidenstraße.

Hongkong

Wir waren 2 Monate vor dem Anschluss an die Volksrepublik China noch mal schnell dort um diese Stadt in ihrem unabhängigen Status zu sehen.

Der heutige Flughafen war gerade im Bau und daher war die Landung knapp über den Dächern der Stadt schon das erste Erlebnis der besonderen Art. Im Badezimmer des Peninsular konnte man entweder von der Wanne aus Fernsehen oder durch die Glaswand den Flugzeugen beim Niedrigflug über die Hausdächer beim Landeanflug zusehen. Ob das nun Causeway Bay mit dem Jardine’s Market und den wunderbaren Restaurants war oder Aberdeen mit den Booten oder Repulse Bay oder Kowloon oder Happy Valley mit der Rennbahn, egal alles hatte einen absoluten Reiz. Eine Fahrt mit der Straßenbahn ist ein Erlebnis genauso wie ein Hubschrauberflug über das gesamte Gebiet. Ein abendlicher Besuch der „Pirateninsel“ Cheung Chau  zu einem der vielen Lokale mit wunderbarer Seafood ist sehr zu empfehlen.

Allerdings weiß ich nicht wie es heute in Hongkong seit der Übernahme durch die Volksrepublik China ist. Wahrscheinlich nicht mehr so offen und unbekümmert wie vorher.  

Indonesien

Von Indonesien kenne ich nur Bali. Ich war unmittelbar nach dem letzten Terroranschlag dort und daher waren zu dem Zeitpunkt sehr wenige Touristen auf der Insel der Liebenden.

In zwei von den Hotels, die ich während der Rundfahrt besucht habe, war ich der einzige Gast. Ein komisches Gefühl, wenn eine große Menge vom Personal nur darauf bedacht ist dir jeden Wunsch von den Augen abzulesen. Ich kam mir regelrecht beobachtet vor. Auch hier hatte ich wieder einen wunderbaren Führer der mich über Land und Leute aufgeklärt hat. Er nannte die Mopeds, weit verbreitet, „japanische Esel“ und die Feldmaschinen „japanische Büffel“. Fand ich witzig und zutreffend. Ich habe dort viel über den Anbau von Früchten, Kaffee und Reis gelernt. Die Reisterrassen sind eindrucksvoll. In einem der beiden Hotels, eine Bungalow Anlage mit schönem Pool, hatte ich das Vergnügen mit den Besitzern ins Gespräch zu kommen. Ursprünglich aus Dänemark ausgewandert, hatten sie eine Firma in Perth, die nun von den Kindern geleitet wird und sie haben sich als Alterssitz eine alte Kaffeeplantage in Bali zugelegt, wo sie nun diese wieder reaktivieren und gleichzeitig Bungalows vermieten. Beim Abendessen hatten wir einen regen und angenehmen Gedankenaustausch über Dänemark, ich habe ja Verwandte dort, Österreich und speziell Wien, Australien, ein Land das ich sehr schätze, und eben das derzeitige Leben auf Bali geführt. Ein wunderbarer Abend mit viel gegenseitiger Information. In Ubud habe ich dann eine Dewi Statue mit Krug gekauft die nun bei uns im Garten als Dusche dient und daher auf „Duschsabine“ getauft wurde. Eine Reise an die ich mich gern erinnere.

Japan

Durch mehrere Jahrzehnte hatte ich beruflich viel mit Japan zu tun und habe viele japanische Gäste durch Europa begleitet.

War aber nie dort, im Gegensatz zu China. Immer schon wollte ich doch mal hin und dann vor allem zur Zeit der Kirschblüte. 2015 war es dann soweit und wir haben uns einer Reisegruppe angeschlossen. Mal abgesehen davon, dass unsere deutschstämmige Reiseleiterin vor allem durch Halbbildung glänzte, war die Erwartungshaltung von uns beiden weitaus höher als das tatsächliche Erlebnis. Bedauerlicherweise haben die Japaner große Teile der Lebensweise ihres ehemaligen Feindes, der USA, übernommen und damit große Teile ihrer Kultur dagegen eingetauscht. Das „alte“ Japan auf das ich mich so gefreut habe ist nur mehr sporadisch zu finden.

Das Japan auf das ich gehoffte hatte zu treffen war dann Koya-San. Ein echtes Erlebnis. Ansonsten zu viel amerikanischer Lebensstil und vor allem, was uns sehr enttäuscht hat, fast food auf japanisch. Nichts desto trotz war es eine Reise wert und hat uns viele Einblicke gewährt. Das Verkehrssystem, vor allem die Eisenbahn, und damit hatte ich beruflich viel zu tun, sind genial und da könnte man sich in Europa eine Scheibe abschneiden. Auch die Sauberkeit quer über das Land ist beachtlich.  Die japanische Höflichkeit, das Wort „nein“ gibt es nicht, ist für uns Europäer etwas zu aufgesetzt und daher nur schwer zu glauben.

Kambodscha

Lange Zeit wusste man von Ankor Wat, aber Besuche waren wegen des Regimes der Roten Khmer unter Pol Pot, der fast die Bevölkerung ausgerottet hatte, nicht möglich.

Ich war nur kurze Zeit nach der Öffnung des Landes in Siem Reap um Ankor Wat zu besichtigen. Zu dem Zeitpunkt gab es noch wenige Touristen und man hatte Muße und Zeit sich mit den Ausgrabungen zu beschäftigen. Meine weiteren späteren 2 Reisen waren dann schon touristischer und zuletzt litten die Tempel und Anlagen schon an Überlastung. Man kann aber die gesamte Anlage nur in mehreren Besuchen erleben, denn für nur einen ist das zu viel. Leider hatte sich bis jetzt noch keine Gelegenheit ergeben auch in die Hauptstadt Phom Penh zu kommen und eine Flussfahrt auf dem Mekong fehlt mir auch noch. Ein sehr schönes Land das leider sehr stark im Vietnam Krieg gelitten hat.

Kasachstan

Im Zuge einer Reise zur Seidenstraße habe ich auch Kasachstan besucht.

Denn ich wollte mir ein eigenes Bild über dieses Land machen, fern der offiziellen Berichterstattung dort und hier. Almaty (früher Alma-Ata) war nach der Unabhängigkeit 1991 vorerst Hauptstadt bevor diese dann ins neugebaute Astana, mitten in der Wüste, verlegt wurde. So kosmopolitisch wie Almaty wirkt so steril wirkt dagegen Astana. Eine moderne „Kunststadt“ aus Präsidentenwillen, unpersönlich, kühl und variationsarm. In Almaty ist die Vielfalt der Ereignisse, Menschen und Kulturen die jahrhundertelang hier lebten spürbar in Astana in keiner Weise. Die Landfläche ist riesig mit viel Wüste aber auch Gebirge und vor allem rohstoffreich. Bei Chrom, Vanadium, Wismut und Fluor Vorkommen ist Kasachstan die Nummer 1 auf der Welt. Ein beeindruckendes Land in dem ich aber nicht wohnen möchte.  

Kirgistan

Kaum mit dem Auto über der Grenze nach Kirgistan glaubte ich in einer anderen Welt zu sein.

Das Land liegt im Hochgebirge des Tianshans und es gibt Flüsse, Wald und Wiesen.

Fast das ganze Land liegt auf ca. 1500 Meter. Ich habe seit Jahren keine so guten frischen und geschmacklich wunderbaren Tomaten, Gurken, Melonen, Weintrauben etc. mehr gegessen wie dort. Karakol ist sowas wie die Hauptstadt des Wander- und Skifahrtourismus Und Bishkek eine nette Hauptstadt mit viel Charakter all derer die hier je gelebt und gewirkt haben. Dazu der Yssykköl See mit 180 km Länge laden auf einen schönen Urlaub ein, wenn das Land nicht so weit entfernt wäre. Von den bereisten Ländern der Seidenstraße habe ich mich dort am wohlsten gefühlt.

Laos

Meine erste Reise nach Laos startete in Vientiane und nach Besichtigung der Stadt ging es mit dem Auto nordwärts. Bei der großen Straßenkreuzung bei Vieng Kham gab's die erste Pho meines Lebens bei einer Garküche direkt an der Kreuzung. Die war echt super und seither mag ich alle Varianten die es davon gibt. Weiter ging es nach Vang Vieng, einer Art Hippie Dorf wobei die endlose Piste des ehemaligen Militärflughafens der Amis zur Partymeile geworden ist.

Es war sehr gemütlich dort. Man darf nur nicht daran denken wie die Bevölkerung in diesem Land unter einem Krieg gelitten hat der sie eigentlich nichts anging. Weiter nach Thong Hay Hin, dem Tal der Tonkrüge. Hunderte von Steinkrügen von einem halben Meter bis zu drei Meter Größe. Diese Gegend wurde von den Amerikanern im Vietnam Krieg massiv bombardiert und die Räumung der Bomben ist nicht abgeschlossen sodass man auf gekennzeichneten Wegen gehen muss um nicht auf Blindgänger zu stoßen.

Das non plus ultra ist aber die ehemalige Königsstadt Luang Prabang. Ein sehr schönes Städtchen mit dem ehemaligen Königspalast, heute Museum, und diversen Tempeln sowie dem Berg Phousi mit schöner Aussicht auf die Stadt. Sehr gute Lokale und vor allem am Abend von 18 bis 22 Uhr der Nachtmarkt entlang der Hauptstraße, volles Leben und Treiben.

Einfach alles nur zum Wohlfühlen. Für mich sind die Laoten das friedlichste und freundlichste Volk das ich je getroffen habe. Am frühen Morgen ziehen die Mönche schweigend im Gänsemarsch durch die Straßen und sammeln das Essen das ihnen gespendet wird und das zu Mittag verspeist wird. Danach gibt es für sie keine Mahlzeit mehr. Ich war mit meinem Partner noch einmal dort. Von Bangkok direkt nach Luang Prabang und haben die Elephant Village besucht. Eine segensreiche Einrichtung für diese Tiere ohne die schwere Arbeit in den Wäldern. Sie haben dort einen Alterssitz wo sie gepflegt und gefüttert und medizinisch versorgt werden. 3 Mal am Tag für eine Stunde dienen sie den Touristen zu einem Ausritt in die Natur und durch den Fluss.  Eine Bootsfahrt den Mekong aufwärts zu den Pak Ou Höhlen mit den ca. 4000 Buddha Statuen. Auf dem Rückweg ein Zwischenstopp im „Whiskey Dorf“ Ban Xang Hai, allerdings muss man den dort gebrannten Reisschnaps vertragen.

Macau

Damals noch portugiesisch, jetzt Sonderverwaltungszone Chinas.

Im Zuge unserer Hongkong Reise sind wir mit dem Schnellboot auch nach Macau, dem Spielerparadies der Chinesen. Eine Rundfahrt und ein Besuch eines der vielen Kasinos sowie ein sehr nettes Abendessen waren die Highlights dieses Besuches. Auch waren wir beim Tor zu China das dann im Dezember 1999 wieder geöffnet wurde.

Malaysia

Im Zuge einer Kreuzfahrt von Indien nach Singapore war auch ein Aufenthalt in George Town auf dem Programm. Wir sind dort mit Rikschas durch die Stadt und zu den Sehenswürdigkeiten Transport worden und hatten Teatime im Eastern & Oriental Hotel. Nach Kuala Lumpur zu den Petronas Towers möchte ich irgendwann mal.

Myanmar

Neben Laos für mich ein bewundernswertes Land.

Ich war noch zu Zeiten der Militärdiktatur dort, aber man konnte schon die ersten zarten Anzeichen einer Veränderung bemerken. Beginnend in Rangun im Hotel Kandawgyi Palace Hotel habe ich eine Rundreise durch das Land gemacht die mir in bester Erinnerung ist. Es gibt so vieles zu sehen und zu erleben, dass das den Rahmen hier sprengt. Hier nur einige Highlights:

Shwedagon Pagode, Gubyaukgyi Tempel, Chaukhtatgyi Buddha, Shwetthalyaung Buddha,

Ananda Tempel, Dorf Indein, Mahamuni Pagode, U-Bein Brücke, Shwe Yaunghwe Kyaung, Inle Lake mit den schwimmenden Gärten, Mandalay mit dem größten Buch der Welt, Golden Rock – Kyaikto, der schiefe Turm von Ava, Pindaya Höhlen, Mingun Glocke und vor allem Bagan mit seinen über 5000 Pagoden wo ich einen Rundflug mit einem Heißluftballon bei Sonnenaufgang gemacht habe. Selten habe ich ein Land so genossen wie dieses. Ich muss irgendwann noch mal hin und hoffe das die neue Zeit es nicht zu sehr verändert.

Nepal

Als Jugendlicher hatte ich drei Reiseziele in meinem Kopf, keine Ahnung warum, wahrscheinlich wegen des Klangs der Namen und deren Exotik: Acapulco Honolulu Kathmandu

Acapulco erreichte ich verhältnismäßig sehr früh. Nach Honolulu werde ich nie kommen (siehe USA) und nun war ich in Kathmandu. Wir haben dann eine Art Rundreise durch das Land unternommen und waren tief beeindruckt von der Kultur. Das einzige echte Problem waren die Straßen, eigentlich keine Straßen, sondern durch Flickwerk zusammengehaltene Schlaglöcher. Ein Aufenthalt in einem Camp mit Elefantenritt zum Abschluss bevor es weiter nach Bhutan ging war ein schönes Erlebnis.

Singapore

Eine interessante Stadt, aber da fast am Äquator immer mit hoher Luftfeuchtigkeit. Dann heißt es mit der Seilbahn rüber nach Sentosa.

Entweder zum Baden oder aber zum Sea Aquarium oder mit der Kleinbahn einmal rundum. Auch viele Jahrmarkt Attraktivitäten gibt es dort. Zum Golfspielen war es mir zu heiß. Es gibt eine kleine aber feine Altstadt, der Rest von Singapore ist modern. Dort werden Neubauten nach einer gewissen Zeit nicht renoviert, sondern einfach abgerissen und was Neues hin gebaut. Ein gut funktionierendes Metrosystem, eine extrem saubere Stadt mit vielen Verboten die der Sauberhaltung dienen. Wer zu viel Geld hat sollte über die Orchard Road schlendern. Der Besuch des chinesischen Viertels am Abend ist zu empfehlen, da ist immer was los, von Straßentheater bis zu kühlen Lokalen. Beim ersten Besuch haben wir im Raffels gewohnt, damals das beste Hotel am Platz mit der berühmten Long Bar auf einen Singapore Sling, und dort darf man als einziges Platz überhaupt die Erdnussschalen auf den Boden schmeißen. Beim letzten Besuch waren wir dann im Marina Bay Sands und haben den Pool am Dach genossen. Das Einkaufszentrum am Fuße des Hotels ist so groß das man Tage darin verbringen kann oder aber man wandelt durch den Supertree Grove. Es gibt noch viel mehr zu sehen und zu erleben, langweilig wird Einem in diesem Stadtstaat nie.

Sri Lanka

Von dort stammt der berühmte Ceylon Tee.

Auf einer Kreuzfahrt von Indien nach Singapur das erste Mal kurz dort gewesen und dann später bin ich auf eine Ayurveda Kur wieder ins Land gekommen. Die hat mir sehr gut getan und leider war für eine ausführliche Besichtigung keine Zeit. Aber ich möchte noch einmal hin und mir die Insel etwas genauer ansehen. Es gibt vieles was mich dort interessiert.

Thailand

Ein Land in das ich immer fahren werde.

Seit ich vor vielen Jahren das erste Mal dort war habe ich es liebgewonnen und bin, wenn möglich, immer im europäischen Winter dort. Bangkok ist eine zweite Heimatstadt von mir geworden von der aus ich viele einzelne Reisen im Lande selbst und in die umliegenden Länder unternommen habe. Die Lebensweise ist für mich echt erholsam und natürlich das Wetter auch. Inzwischen war ich schon in fast allen Landesteilen, wobei ich besonders den Norden schätze. Kulturell bietet das Land sehr viel und die Küche ist zwar nicht jedermanns Geschmack, aber für mich echt gut. Auch habe ich dort schon viele schöne Golfrunden erlebt und inzwischen Freunde gewonnen. Schade das die Regenzeit, für uns Europäer eher schwer zu ertragen, einen dauernden Aufenthalt nicht möglich macht.

Turkmenistan

Der Straßengrenzübertritt Usbekistan/Turkmenistan ist eine Sache für sich. Man muss es erlebt haben sonst glaubt man das nicht.

Mühsam und langatmig mit langen Gehstrecken die man mit seinem Gepäck ohne Mithilfe selber bewältigen muss. Das ist das Land mit den meisten Verboten wie zB.: kein Theater und keine Oper, Rauchen in der Öffentlichkeit verboten, keine freie Wahl der Studienfächer und das Buch „Ruhnama“, von Präsidenten selbst verfasst, als Pflichtlektüre für das Volk erlassen.

Am 6. Oktober 1948 wurde die damalige Stadt von einem Erdbeben fast zur Gänze zerstört mit über 100.000 Toten. Nach der Unabhängigkeit lies der erste Präsident die Stadt komplett neu aufbauen, ganz in weißen Marmor, Glas und abends in Neonlicht getaucht, mit Prachtalleen und Monumenten. Es gibt auf den Straßen so gut wie keine Menschen aber nur weiße Autos. Alles irgendwie seelenlos. Kaum Tourismus trotz prächtiger 5 Sterne Hotels. Ich war für 2 Tage in einem Haus mit 299 Zimmern einer von insgesamt 6 Gästen. Das Land hat die größten Gasvorkommen überhaupt und daher keinen Mangel an Geld. Ich habe Konye-Urgench besichtigt und bin von Dashoguz nach Aschgabat geflogen um dann dort meine Seidenstraßenreise zu beenden und wieder nach Hause zu fliegen. Es war alles in allem eine Reise wert und ein interessantes Erlebnis.

Usbekistan

Das Land in dem meine Wünsche nach Kultur der Seidenstraße voll erfüllt wurden.

Das beginnt in Taschkent, das erste Erstaunen, aber wird dann von Samarkand schon weit übertroffen. Der Registan Platz vermittelt nicht nur Größe sondern ist einer prächtigsten Zentralasiens. Diese Stadt ist schon voll der diversen Bauwerke aber bei Weiterreise nach Buchara kommt das alles noch viel mehr und dichter als in Samarkand. Buchara besticht nicht nur durch seine Kulturbauten sondern auch durch die Nähe derer gemischt mit einem angenehmen urbanen Leben. Kaum glaubt man besser geht es nicht, aber das ändert sich wenn man in Chiva ankommt. Eine mittelalterliche Stadt mit einer restaurierten Stadtmauer die den Eindruck eines großflächigen Museums erweckt. Ich war beeindruckt von der Menge und Vielfalt der Bauten die sich dort befinden. Diese drei Städte sind sozusagen das kulturelle Herzstück der Seidenstraße und sind auch dementsprechend besucht. Das Land selbst leidet unter Wassermangel durch intensive Bewässerung von Baumwolle (wasserintensiv) und der Aralsee ist inzwischen so gut wie nicht mehr vorhanden. Langsam aber sicher besteht Einsicht und Gesinnungswandel.

Vietnam

Die ehemalige Grenze am 17. Breitegrad ist auch heute noch bestimmend für das Verhalten der Bevölkerung. Die Vietnamesen sind so was Ähnliches wie die Deutschen von Ostasien. Der Norden immer noch so ein bisschen DDR und der Süden BRD.

Leider bedingt durch den lang anhaltenden Krieg auch nicht mehr sehr viel Sehenswertes. Das meiste davon im Norden der im Krieg nicht so zerstört worden ist wie der Süden. Wobei im Krieg Laos und Cambodia fast mehr gelitten haben als das Land selbst. Die Halongbucht haben wir mit einer Bootstour durchkreuzt. In Hanoi waren wir am Hoan-Kiem-See mit dem Schildkrötenturm ebenso wie im Wasserpuppentheater und bei der Zitadelle von Thang Long. Auch haben wir es uns angetan das Ho Chi Minh Mausoleum zu besichtigen. Schön in Zweierreihen schweigend in der Schlage am balsamierten Leichnam vorbei. Auf der Reise südwärts waren da noch Hue, die alte Kaiserstadt mit ihren Denkmälern, die Linh-Phuoc-Pagode in Da Lat, der Wolkenpass, meist in Wolken und Regen, die natürliche Wasserscheide. Weiter ging es nach Saigon, oder heute Ho-Chi-Minh-Stadt, sehr westlich und teilweise sehr modern. Sehr bedrückend und doch interessant die Cu Chi Tunnel mit denen der Vietcong nach Süden vorgedrungen ist. In der Nähe von Saigon gibt es dann noch den Holy See Tempel, als religiöse Stätte des Caodaismus. Eine Sekte aus dem Jahr 1926. Wir waren in dem Tempel Zeugen eines „Gottesdienstes“ und waren uns nicht sicher ob wir nicht bei einer Kostümveranstaltung sind. Sehr bunt und abwechslungsreich, aber den tieferen Sinn konnten wir nicht erfassen.

Indien

Ich war 2014 für 3 Wochen auf einer Privattour in Indien. Eigentlich fast nur in Rajasthan.

Dabei habe ich folgende Städte und Landschaften besucht: Delhi, Agra, Ranthambore, Jaipur, Jalsalmer, Jodhpur, Udaipur, Cochin. Dann für 2 Tage mit dem Hausboot auf der Backwater Region Alleppey und zum Schluss etwas Erholung in Goa.

Die Unterbringung in den 5* Hotels und in den Palästen der Maharajas ist einfach von bester Qualität und hervorragendem Service.

Die Eindrücke waren überwältigend und gaben mir einen tiefen Einblick in die Kultur und Geschichte dieses Subkontinents. Mein Fahrer, ein Sikh, der mich auf der Tour bis Udaipur nicht nur gefahren hat, sondern von dem ich eine Unmenge von Informationen über das Leben im heutigen Indien erfahren habe, war mir ein wichtiger Begleiter auf dieser Reise.

Nicht das ich es bereue diese Reise gemacht zu haben, so ist doch für Europäer dieses Land schwer zu verstehen. Der absolute Reichtum direkt neben der bittersten Armut, das Kastenwesen das das gesamte Leben beeinflusst sind nur schwer verständlich. Aus der Zeit meines Berufes wusste ich über das Eisenbahnnetz Bescheid und die Fahrt von Delhi nach Agra konnte ich mich von der Qualität überzeugen. Die Qualität des Straßennetzes ist sehr unterschiedlich, die Beladung der LKWs machen einen fürchten, daher auch jede Menge Unfälle. Goa war dann sehr enttäuschend, muss zu Beatles Zeiten schön gewesen sein, heute ist der Ort und die gesamte Umgebung eine russische Kolonie.

Russland

Von Russland kenne ich nur Moskau und Sankt Petersburg. Jeweils von Kurzreisen.

Beide waren echt super und wir hatten immer ein volles Programm mit Führungen und Besichtigungen. Diese Reisen waren erst vor kurzem, also nicht zu Zeiten des Eisernem Vorhang. Beide Male zur Sommersonnwendzeit, also bei langen Tagen und vor allem schönen Wetter. Vor allem in Sankt Petersburg nächtens im obersten Stockwerk des Hotels im verglasten Restaurant mit Terrasse bei Blinis mit saurem Rahm und Kaviar und guten kühlen Bier und natürlich Wodka. Besser kann man es nicht haben. Sehr viele Eindrücke und auch immer einen guten Führer. Wir haben es genossen.

Türkei

Als Student mit einer Gruppe über Ostern nach Istanbul. Mit dem Zug 48 Stunden Bahnfahrt. Das war schon ein Erlebnis für sich.

Während unseres Aufenthaltes wurden wir von türkischen Kollegen betreut und hatten wirklich schöne Tage in der Stadt. Viele Besichtigungen und immer ein harmonisches Zusammensein mit den türkischen Studenten.

Auf der Rumeli Festung hatten wir gemeinsam eine Stegreifaufführung. Und natürlich haben wir auch eine Bauchtanzvorführung genossen. Istanbul zu dieser Zeit war von heutigen Tourismus noch meilenweit entfernt und noch etwas orientalischer als heute. Ich war dann im Laufe der Jahrzehnte noch öfters dort und immer sehr angetan von der Atmosphäre der Stadt. Dort habe ich auch einen echten Hamam kennen gelernt. Und bei ersten Mal dachte ich der Masseur zieht mir das Fell vom Leib. Einfach wunderbar, und nach der Ruhepause in ein Lokal und bei Pfefferminztee und Shisha rauchen. Am Ende des Goldenen Horn oberhalb des mohammedanischen Friedhofes bei Pierre Loti Kaffeetrinken und auf die Stadt schauen bei untergehender Sonne, ein Traum. Heute führt eine Seilbahn hinauf, es gibt zu viele Lokale und das alte Kaffeehaus geht in dem Getümmel unter. Ein Besuch auf der Prinzeninsel und auf dem Esel den Hügel hinauf war ebenso lustig wie die Fahrt mit den Dolmus. Schade um die Entwicklung der Neuzeit und den heutigen politischen Verhältnissen, ich würde gerne wieder einmal dort sein.