Rumänien

Das Land aus dem Dracula stammt.

Hier gilt das Gleiche wie bei Polen. Dienstreisen die mich nach Bukarest und Plovdiv geführt haben. Da teilweise mit dem Auto (das waren Erlebnisreisen zu der Zeit) ist mir Arad in Erinnerung geblieben, aber auch nur, weil ich 8 Stunden auf ein Ferngespräch mit der Firma in Wien gewartet habe.

Jugend

Die Entscheidung meiner Eltern mich in eine Realschule einzuschreiben und dort mit Französisch zu beginnen wurde von mir nie in Zweifel gezogen und den größten Teil der Schule habe ich dann in Linz a/Donau absolviert und auch dort maturiert.

Mein Verständnis für Mathematik hielt sich sehr in Grenzen aber auf dem sprachlichen Sektor war ich einfach besser. Auch mein Interesse am kulturellen Leben wurde in dieser Zeit geweckt und natürlich auch die Lust am Rock & Roll. Durchgetanzte Wochenende gab es deren viele.

Nach der Matura alleine zurück nach Wien (Studentenbude und später Studentenheim) begann ich an der damaligen Hochschule für Welthandel meine „akademische Laufbahn“. Mit einem Wort ein lustiges Studentenleben noch völlig unbedarft des Ernstes des Lebens. Auch war ich ein Mitglied der 68 Bewegung und gegen jegliches Establishment.

Die Theorie der Hochschule hielt ich für weltfremd und von den Eltern wollte ich finanziell unabhängig sein und so glaube ich Studium und eine Beschäftigung in der „realen Welt“ vereinbaren zu können.

74

Im offenen Porsche Spider bei strahlendem Sonnenschein und mit 3 wunderbaren Menschen zum Kalterer See zu Prosecco, weißem Spargel mit Schinken, Espresso und Amaro Montenegro machte den Tag zum Erlebnis.

Dabei vergisst man dann die Jahre und dass man im Ersatzteilalter angekommen ist.

Das gesamte verlängerte Wochenende in Meran war einfach nur entspannend und angenehm.

Alte Erinnerungen auffrischen und die Landschaft genießen, denn diese Gegend ist gottbegnadet.

San Marino

Die älteste bestehende Republik der Welt.

War ein Eintagesausflug anlässlich einer Italienrundreise. Eine Art Touristenhochburg mit allerdings gutem Essen. Lustig mal dort gewesen zu sein, aber braucht keine Wiederholung.

Indien

Ich war 2014 für 3 Wochen auf einer Privattour in Indien. Eigentlich fast nur in Rajasthan.

Dabei habe ich folgende Städte und Landschaften besucht: Delhi, Agra, Ranthambore, Jaipur, Jalsalmer, Jodhpur, Udaipur, Cochin. Dann für 2 Tage mit dem Hausboot auf der Backwater Region Alleppey und zum Schluss etwas Erholung in Goa.

Die Unterbringung in den 5* Hotels und in den Palästen der Maharajas ist einfach von bester Qualität und hervorragendem Service.

Die Eindrücke waren überwältigend und gaben mir einen tiefen Einblick in die Kultur und Geschichte dieses Subkontinents. Mein Fahrer, ein Sikh, der mich auf der Tour bis Udaipur nicht nur gefahren hat, sondern von dem ich eine Unmenge von Informationen über das Leben im heutigen Indien erfahren habe, war mir ein wichtiger Begleiter auf dieser Reise.

Nicht das ich es bereue diese Reise gemacht zu haben, so ist doch für Europäer dieses Land schwer zu verstehen. Der absolute Reichtum direkt neben der bittersten Armut, das Kastenwesen das das gesamte Leben beeinflusst sind nur schwer verständlich. Aus der Zeit meines Berufes wusste ich über das Eisenbahnnetz Bescheid und die Fahrt von Delhi nach Agra konnte ich mich von der Qualität überzeugen. Die Qualität des Straßennetzes ist sehr unterschiedlich, die Beladung der LKWs machen einen fürchten, daher auch jede Menge Unfälle. Goa war dann sehr enttäuschend, muss zu Beatles Zeiten schön gewesen sein, heute ist der Ort und die gesamte Umgebung eine russische Kolonie.

Beruf

Nach dem frühen Tod meines Großvaters wurde der Bauernhof stillgelegt und ich habe während meiner Schulferien, die ich immer in Deutschland bei der Großmutter verbracht habe, für die Bauern der Umgebung kleine Arbeiten verrichtet die mir ein Taschengeld eingebracht haben.

Auch während des Studiums war ich einige Jahre dort und haben dann Jobs angenommen die dann schon echtes Geld eingebracht haben.

Der erste vollwertige Job war im Vienna Intercontinental, der jedoch ein jähes Ende fand da ich mich mit dem Direktor überworfen habe. Eben immer noch Revoluzzer.

Dann bin ich über Vermittlung meiner Jugendfreunde Plasser & Theurer beigetreten und das war dann auch das Ende meines Studiums. Denn dort wurde ich vom ersten Moment an so eingesetzt, dass für ein Studieren keine Zeit mehr blieb. 34 Jahre habe ich dort verbracht und bin dem Haus sehr dankbar für alles was ich dort lernen und erleben konnte. Es waren sehr prägende Jahre die aus dem Revoluzzer einen Businessmann gemacht haben. Eigentlich das Schicksal vieler 68iger.

Mit dem Millennium wollte ich mich neu orientieren und bin meinen Interessen nachgegangen. Kunst, Kultur, Beratung und Innenarchitektur waren so meine Neigungen die ich dann für mich verwirklich habe. Der Versuch genau zur Wirtschafts- und Finanzkrise ein Hotel zu betreiben hat zwar unsere Gäste sehr erfreut aber die Kassa eher nicht. Daher haben wir uns aus diesem Geschäft mit einem blauen Auge verabschiedet.

Nun bin ich in einem Alter in dem man anfängt die Tage zu genießen und keinen Stress mehr aufkommen zu lassen. Umso mehr Zeit habe ich den Hobbies Reisen und Filmen nachzugehen.

Schweden

Erst jetzt zuletzt waren wir, als letztes Land von Skandinavien, dort und sehr überrascht über das Land.

Mein Eindruck von den Schweden war ein Düsterer. Wenn man die Ingmar Bergmann Filme gesehen hat, oder Wallander oder das Fest, muss man glauben die Schweden seien ein düsteres Volk. Mein Eindruck war das Gegenteil. Wir hatten ein schönes Ferienhaus in den Scheren von Stockholm und fanden die Bevölkerung locker und freundlich.

Das Vasamuseum war einen Besuch wert, das Abba Museum hingegen eher nicht so.  Vor allem hat mich die Disziplin der Autofahrer begeistert und man müsste unsere Leute in die Fahrschulen von Schweden schicken, das würde sehr helfen. Über Malmö, Helsingborg und Stockholm sind wir allerdings noch nicht hinausgekommen.

Literatur

Schon als Kind bin ich mit meiner Mutter in die damals bestehende amerikanische Leihbücherei Ecke Kärntnerstraße/Philharmoniker Straße (heute Café Sacher) mitgegangen und habe anfangs viele Kinderbücher gelesen.

Aber mit der Zeit dann auch Bücher für Erwachsene. So wie meine Mutter auch wurde ich dadurch zur Leseratte. Vieles habe ich natürlich nicht richtig verstanden aber mein Geist wurde dadurch angeregt und meine Phantasie geweckt.

Ich habe immer sehr viel gelesen und zwar quer durch den „Gemüsegarten“, vom Krimi bis zum Sachbuch. Ich halte lesen für einen wichtigen Anteil an der Bildung und bedaure, dass viel zu wenig dafür getan wird. Das damals noch übliche Auswendiglernen von Gedichten ist kontraproduktiv, aber ein qualifizierter Leseunterricht mit anschließender Diskussion wäre an allen Schulen empfehlenswert.

Schweiz

Im Laufe der Jahre bin ich so circa in jeder Gegend des Landes gewesen, aber vor allem sehr viel in Graubünden.

Die Rhätische Bahn bin ich auf allen Linien abgefahren. Durch einige Jahre waren wir oft in Feldis in einem netten Haus und haben von dort aus die Ausflüge gemacht. Die Aufenthalte in der Schweiz waren immer sehr interessant und das Land bietet viel Abwechslung vom Genfer See bis in das Alpenmassiv und die Städte sowie im Norden die Gegenden entlang des Rheins. Ein Sylvester in Zürich und die diversen Veranstaltungen quer über das Land haben immer Spaß gemacht. Einziges Manko sind die Preise die an Norwegen erinnern.

Toleranz

Diese beiden Themen, welche ich bei der Matura mit Leidenschaft abgehandelt habe, sind mir Leitsätze für mein Leben geworden.

Maria Ebner-Eschenbach, Maturathema deutsch:

„In der Jugend meinen wir, das Geringste, das die Menschen uns gewähren können, sei Gerechtigkeit. Im Alter erfahren wir, dass es das Höchste ist.“

Bibel: Osée 8, 7, Maturathema französisch:

„Qui sème le vent récolte la tempête.“

Leider ist die Tendenz der letzten Jahre nicht sehr fördernd für eine echte Toleranz. Statt froh zu sein nationalistische Tendenzen überwunden zu haben die zu 2 Weltkriegen geführt haben gewinnen diese rechtsnationalen Meinungen wieder die Oberhand in vielen Ländern. Eine für mich völlig unverständliche Entwicklung. Vielleicht liegt es daran, dass mit steigendem Wohlstand der Neid wieder aufflammt. Noch nie ging es der gesamten europäischen Bevölkerung so gut wie jetzt, natürlich gibt es Benachteiligte und es wäre Aufgabe der Politik da gegenzusteuern. Diese sind allerdings im Moment eher damit beschäftigt ihre Pfründe zu sichern und entfernen sich daher immer weiter vom Volk. Daher: Wehret die Anfänge.