Und, vor allem, hatte ich auf dieser Reise einen kongenialen Partner mit Astrid. Bei allem kulturellen Interesse unserer beider Personen kam auch der Schmäh zu seinem Recht. Damit wurde die Reise echt rund und zu einem vollen Erlebnis. Wir Beide wussten nicht genau was uns dort erwartet und waren daher etwas gespannt.
Diese Gegend Zentralasiens hatte schon Hochkultur als wir hier dieses
Wort kaum buchstabieren konnten.
Dort haben eine Vielzahl von Völkern geherrscht und die
unterschiedlichsten Vorstellungen von Lebensart gehabt die wir in Europa so
nicht hatten. Es gab keine einheitlichen Staatsgebilde sondern einzelne Herrschaftsgebiete
die durch Eroberung und Krieg sich immer verändert haben und trotzdem kam es
zur kulturellen Blüte.
Diese wurde hauptsächlich durch die Religion beeinflusst und hat daher
die Prachtbauten hinterlassen.
Es war eine Reise in eine andere Welt die uns beide tief beeindruckt
hat.
Die Lebensweise war clanorientiert und der jeweilige Herrscher der
einzelnen Gebiete war ein absoluter Monarch. Das hat sich bis in die heutige Zeit
immer noch zum Teil erhalten und daher gibt es dort keine Politik wie bei uns. Auch
wir haben Jahrhunderte gebracht um davon weg zu kommen. Die Zeit unter
sowjetischer Herrschaft war auch nicht dazu angetan daran was zu ändern.
Tatsächlich hat sich das Leben der Menschen dort seit der Selbstständigkeit
der einzelnen Gebiete wesentlich verbessert. Wie weit die Menschen unter den Regierungssystemen
leiden konnten wir nicht feststellen, aber vor allem in den ländlichen
Gebieten, dort wo wir hin und wieder auf die Einheimischen getroffen sind,
fanden wir lockere und gastfreundliche Menschen vor. Am ehesten merkt man den politischen
Druck in Turkmenistan und ausgerechtet dort trafen wir auf zwei junge Männer die
so gar nicht einen unterdrückten Eindruck machten.
Wer vorurteilsfrei und mit Interesse an Kultur, Land und Leuten dorthin
reisen will dem sei das empfohlen. Aber wie gesagt: das ist Zentralasien und
nicht Europa.